Konditionen für den Devisenkassahandel

 

 

FX Spot Trading Conditions

Feste Geld-/Briefspannen für Leitwährungen

Saxo Bank stellt die Kurse auf Basis eines festen Spreads (Spanne zwischen Geld- und Briefkurs). Der auf Ihrer Handelsplattform für ein Währungspaar angezeigte Spread widerspiegelt die für Sie zur Verfügung stehenden Preise und Volumen (dedizierte Liquidität). Ganz nach dem Motto „What you see is what you get“.

Die Spreads hängen vom Währungspaar und dem gewünschten Handelsvolumen ab. 

Eine vollständige Übersicht über die Devisenspreads erhalten Sie unter „Devisen“.

Unter außergewöhnlichen Marktbedingungen, z.B. unmittelbar vor und nach der Veröffentlichung von wichtigen Konjunkturdaten, in Phasen hoher Volatilität oder Illiquidität, d.h. bei der Eröffnung der Märkte, bei Handelsbeginn in Asien, gegen Handelsschluss in New York, beim Wechsel des Valutadatums usw., können die Spreads weiter sein als die angezeigten festen Spreads.

Trade-Tickets-Farben

Bei den Trade-Tickets ist die Verfügbarkeit des gestellten Preises jeweils farblich gekennzeichnet:

• Grün – Echtzeit-Kurse für automatische Orderausführung verfügbar

• Gelb – Kurse auf Anfrage verfügbar (RFQ, Request For Quote) In diesem Fall stellt ein Händler den Preis manuell; danach erscheint der Preis grün und ist somit handelbar

• Lila – der Markt ist geschlossen (Echtzeithandel und RFQ nicht verfügbar)

Order-basierte Ausführung

Die Saxo Bank führt Handelsaufträge von Kunden auf einer Order-basierten Basis aus. Dies gilt für alle aus Saxo Banks umfassender Palette an Instrumenten, ausgenommen für Devisenoptionen welche mit einem Kurs-basierten Modell gehandelt werden (grüne Preisdarstellung).

Ein Order-basiertes Modell stellt einen ausführbaren Preis bereit, der auf Saxo's eigener Liquidität basiert, zusätzlich zu verfügbarer Liquidität auf einer DMA-Basis in einem breiteren Markt. Kunden erhalten eine grössere Kontrolle über die Art und Weise, wie ihre Order gehandelt wird, durch benutzerdefinierte Preistoleranz mit der Möglichkeit von Preisverbesserungen zu profitieren. Ein Order-basiertes Modell kann zu Teilausführungen führen, für den Fall, dass keine ausreichende Liquidität bei dem Preis und/oder der angeforderten Grösse vorhanden ist.

Preistoleranz bestimmt den minimalen Preis (beim Verkaufen) oder den maximalen Preis (beim Kaufen), den der Kunde komfortabel akzeptiert. Die Toleranz kann entweder als Fixpreis-Erhöhung oder als Prozentwerten des aktuellen Marktpreises spezifiziert werden. Der Standard ist für alle Währungspaare eingestellt auf 0,01% des aktuellen Marktpreis, aber er ist einstellbar auf ein individuelles Währungspaar-Niveau.

Verschiedene Ordertypen können verwendet werden, um in eine Position ein- oder auszusteigen. Siehe 'Orderausführung'.​

Volumenabhängige Spreads

Für jede Volumenbandbreite werden unterschiedliche Spreads angeboten. Dabei gilt: je kleiner das Volumen, desto enger der Spread. Bei Handelsvolumen oberhalb der angegebenen Brandbreiten wird der Spread auf Anfrage manuell gestellt (RFQ). Dank der hohen Orderbuchtiefe bei den wichtigsten Währungspaaren entstehen weder Verzögerungen noch sind manuelle Interventionen durch einen Zwischenhändler erforderlich.

Sehen Sie die vollständige Übersicht über alle standardmäßig verfügbaren Spreads bei den wichtigsten Währungspaaren.

Wenn Sie innerhalb eines bestimmten Zeitfensters mehrere Trades im gleichen Währungspaar tätigen, können aufgrund der abnehmenden dedizierten Liquidität die Spreads der nächst höheren Bandbreite zur Anwendung kommen.

Nach zwanzig (20) Sekunden ohne neue Handelsaktivität im betreffenden Währungspaar endet dieses Zeitfenster. Danach ist die dedizierte Liquidität wieder vollumfänglich verfügbar, sodass die normalen Spreads gelten.

Tom/Next-Rollover

Bei allen offenen Devisenpositionen, die auf den nachfolgenden Geschäftstag gerollt werden müssen, werden die Soll- oder Habenzinsen an das neue Valutadatum angepasst. Diese Transaktion ist als Tom/Next-Rollover bekannt und wird bei Kassamarktpositionen vorgenommen, die an einem beliebigen Handelstag um 17:00 Uhr EST (New Yorker Zeit) gehalten werden.

Beim Rollover werden zwei Faktoren berücksichtigt, nämlich der Tom/Next-Swapsatz und die Finanzierung der unrealisierten Gewinne oder Verluste. Die unter dem Strich aus dem Rollover resultierende Gut- bzw. Lastschrift wird auf den Eröffnungspreis der Position aufgeschlagen bzw. von diesem in Abzug gebracht. Erfahren Sie mehr über Tom/Next-Rollover.

Mindesthandelsvolumen

Im Devisenhandel ist bei Saxo Bank ein Mindestvolumen je Trade vorgeschrieben. Bei den meisten Währungspaaren beträgt dieses Mindestvolumen 5‘000 Einheiten der Basiswährung. Bei Edelmetallen beträgt das Mindestvolumen lediglich eine Unze. 

Unterhalb dieser Mindestvolumen sind keine Abschlüsse möglich, es sei denn, es geht um die Glattstellung einer Restposition.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter „Preise“​

Handelszeiten für den Devisenhandel​

Devisengeschäfte können Sie bei Saxo Bank von Montag 5:00 Uhr (Sydney-Zeit) bis Freitag 17:00 Uhr EST (New Yorker Zeit) durchführen. 

Für einige Währungspaare gelten jedoch spezielle Handelszeiten. Diese sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.

 
Currency cross​​Trading Hours
​RON​08:15 to 17:00 CET
​ILS​07:00 to 17:00 CET
SAR, AED07:00 to 15:00 CET​
Precious metals (XAU, XAG, XPD, XPT *​18:00 to 17:00 EST​
RUB​​07:00 GMT to 19:00 GMT **​
​HRK​07:00 to 15:00 GMT
  

* ​Für alle Metall Handelspaare gelten spezielle Öffnungszeiten an nationalen Feiertagen in den USA, um die Handelszeiten des vorliegenden Future Marktes zu berücksichtigen:

** Im Falle, dass keine Liquidität im Markt vorliegt, können diese Öffnungszeiten tagesbezogen weiter reduziert werden.

Valutadatum

Das Valutadatum entspricht bei den meisten Devisenkassapositionen dem Handelstag (T) +2. Dies bedeutet, dass die Abrechnung zwei Geschäftstage nach der Ausführung erfolgt. Bestimmte Währungspaaren wie USD/TRY, USD/RUB und USD/CAD haben hingegen ein Valutadatum von T+1.

Saxo Bank führt keine Abrechnungen/Lieferungen von Devisenkassapositionen durch. Stattdessen werden offene Positionen am Ende des Handelstages auf das neue Valutadatum für Devisenkassageschäfte gerollt (siehe Abschnitt „Tom/Next Rollover“).

FIFO

Beim Netting/Verrechnen von offenen Devisenpositionen geht Saxo Bank nach dem FIFO-Prinzip (First in, First out) vor. Das bedeutet, dass die zuerst eröffnete Position auch zuerst mit einer Position auf der Gegenseite abgerechnet wird. Dies findet nach 23 Uhr CET statt und ist am frühen Morgen beendet. Ausgenommen sind Positionen mit verbundenen Orders.

Beispiel: Sie eröffnen im Währungspaar EUR/USD folgende Positionen: 1) eine Long-Position, 2) eine Short-Position, 3) eine Long-Position, 4) eine Short-Position.

1)​ ​ Buy 1M EURUSD
2) ​  Buy 1M EURUSD​
3)​  Sell 1M EURUSD​
4)​  Sell 2M EURUSD​
Total​  Sell 1M EURUSD
 

Beim Netting wird die erste Long-Position mit der ersten Short-Position und die zweite Long-Position mit der Hälfte der zweiten Short-Position verrechnet, so dass Sie bei Handelsschluss nur noch eine Short-Position von 1 Million im Währungspaar EUR/USD halten mit dem Eröffnungspreis von der letzten Short-Position.​

FX NOP Wert (Net open Position Wert)

Der FX NOP Wert (Net open Position Wert) ist die Summe aller einzelnen Short Positionen auf alle Devisen, die in die Hauptwährung des Kontos konvertiert wurden.

Wenn der FX NOP Wert höher als das FX NOP Limit ist, ist es lediglich möglich FX Trades auszuführen, die Positionen schliessen oder den FX NOP Wert reduzieren. Ein überschrittener Status wird beim Versuch einen Trade zu platzieren eine Fehlmeldung auslösen. Diese informiert den Kunden, dass das NOP Limit durchbrochen wurde.​

Die detaillierte Aufstellung der einzelnen Fremdwährungsrisiken, die zur Berechnung des FX NOP Werts dienen, finden Sie unter „Konto" – „Devisen-Netto-Risiko" auf WebConnect, www.onlinewebconnect.com oder im SaxoTrader.

Updated 10 May 2016

Handelskonditionen für Devisenterminkontrakte​

Hohe Orderbuchtiefe

Mit über 120 verfügbaren Devisenterminkontrakten profitieren Händler in allen großen Währungspaaren von einer hohen Orderbuchtiefe.

Valutadatum selbst bestimmen

Devisentermingeschäfte werden zu einem festgelegten Valutadatum in der Zukunft gehandelt.

Bei über 120 handelbaren Währungspaaren können Sie das Valutadatum bis zu sechs Monate im Voraus wählen. 

Nebst den standardisierten Laufzeiten können Sie auch ein beliebiges Valutadatum wählen.

Netting​

Glattgestellte Devisenterminpositionen werden gegeneinander aufgerechnet, sobald das Valutadatum der Position dem Kassa-Valutadatum entspricht, oder in anderen Worten, wenn die Terminposition zu einer Kassaposition wird.

Entspricht das Valutadatum einer nicht glattgestellten Devisenterminposition dem aktuellen Kassa-Valutadatum, wird die Position gerollt (Tom/Next-Rollover). Danach wird sie als normale Kassamarktposition behandelt.

Updated 1st June, 2013